Freiberufler sorgen nicht nur eigenständig für ihre Aufträge und genügend Einkommen. Auch bei Versicherungen und Altersvorsorge müssen Freiberufler mehr als Angestellte darauf achten, für den Notfall und im Alter abgesichert zu sein.

 

Angestellte, die einen festen oder befristeten Arbeitsvertrag haben, brauchen sich fürs Erste keine Sorgen über Sozialabgaben wie Beiträge zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung oder Arbeitslosenversicherung machen. Das läuft im Grunde alles automatisch und wird zu halben Teilen vom jeweiligen Arbeitgeber übernommen.

Freiberufler sind im Grunde nicht dazu verpflichtet eine gesetzliche Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen-, Unfall- und Pflegeversicherung abzuschließen. Doch gibt es einerseits immer Ausnahmen wie bei der Rentenversicherung für Freiberufler, andererseits sind manche Versicherungen für Freiberufler empfehlenswert, um im Notfall nicht mit leeren Händen da zu stehen. Insbesondere ist dabei der Versicherungsschutz für Freiberufler bei Krankheit und Berufsunfähigkeit zu beachten.

Ratsam ist es, mehrere Angebote zu den unterschiedlichen Versicherungen für Freiberufler einzuholen, da die Versicherungsangebote in Leistung und Preis recht unterschiedlich sind. Sinnvoll kann es auch sein, einen Versicherungsmakler mit Spezialisierung auf Selbstständige und Freiberufler um Rat zu bitten.

 

Krankenversicherung für Freiberufler

Bei der Krankenversicherung haben Freiberufler und Selbstständige die Wahl, ob sie sich privat versichern oder Mitglieder in einer gesetzlichen Krankenkasse werden. Der Beitrag zur Versicherung für Freiberufler bemisst sich dabei am Beitragssatz des Anbieters und am Einkommen des Freiberuflers.
Bei der gesetzlichen Krankenkasse liegt der Vorteil ganz klar in der Familienversicherung. Während bei einer privaten Versicherung jedes Familienmitglied einzeln bezahlen muss, gibt es bei der gesetzlichen Krankenversicherung die Möglichkeit, nicht berufstätige Kinder und Ehegatten mit zu versichern.

 

Berufsunfähigkeitsversicherung für Freiberufler

Die Notwendigkeit einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Freiberufler liegt im Grunde klar auf der Hand. Diese private Versicherung stellt im Fall einer Berufsunfähigkeit beispielsweise durch Verletzung oder anderen Krankheiten für Freiberufler die einzige Einnahmequelle dar.
Arbeiten Freiberufler in eher gefährlichen Berufen, kann es zu hohen Versicherungsprämien für eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Freiberufler kommen. Die Alternative hierbei ist eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung für Freiberufler abzuschließen. Eine Unfallversicherung hingegen ist keine gute Wahl, da diese eben nur bei Unfällen zahlt und nicht bei Krankheiten, die zu einer Berufsunfähigkeit bei Freiberuflern führen.

Arbeitslosenversicherung für Freiberufler

Seit 2006 haben auch Selbständige und Freiberufler die Möglichkeit eine freiwillige Arbeitslosenversicherung für Freiberufler abzuschließen. Die monatlichen Beiträge wie auch die Voraussetzungen sind recht wenig. Wer vor der Aufnahme einer selbstständigen Beschäftigung mindestens ein Jahr lang sozialversicherungspflichtig gearbeitet hat, kann einen Antrag auf Arbeitslosenversicherung für Freiberufler, Selbstständige und Existenzgründer stellen.

 

Rentenversicherung für Freiberufler

Sogenannte Verkammerte Freiberufler wie Ärzte, Notare, Rechtsanwälte, Steuerberater und Apotheker sind rentenversicherungspflichtig. Auch unter den Nicht-Verkammerten Freiberuflern gibt es Berufsgruppen, die zur Rentenversicherung verpflichtet sind. Hierzu gehören beispielsweise Lehrer, Erzieher und Pflegepersonen, wenn diese nicht für einen versicherungspflichtigen Arbeitgeber tätig sind.
Um genau zu klären, welche freiberuflichen Berufsgruppen und Tätigkeitsbereiche in die Rentenversicherungspflicht fallen, sollten Freiberufler eine Beratung bei den berufsständischen Versorgungswerken oder dem Deutschen-Rentenversicherungs-Bund nutzen.

 

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