Nichts ist ärgerlicher als nach langer Wartezeit vor dem zuständigen Sachbearbeiter des Gewerbeamtes zu stehen - und es fehlt eine Unterlage. Damit das nicht passiert, sollte man sich im Vorfeld gründlich informieren.

 

Wer bei der Anmeldung eines Gewerbes gleich alle erforderlichen Unterlagen dabei hat, spart sich ärgerliche Wartezeit und doppelte Wege.


 

 

Bei der Vorbereitung hilft die folgende Checkliste:

  1. Bearbeitungsgebühr für den Gewerbeschein

Die Bearbeitungskosten für den Gewerbeschein sind von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Am besten informieren Sie sich im Voraus über den konkreten Betrag und stellen einen Verrechnungscheck aus. Oder überweisen sie den Betrag an die zuständige Behörde und nehmen den Überweisungsbeleg zur Anmeldung mit.

  1. Ausgefülltes Formular

Das Formular zur Gewerbeanmeldung erhalten Sie auch direkt beim Gewerbeamt. Schneller geht’s, wenn Sie sich den entsprechenden Vordruck auf Ihren PC zuhause herunterladen, am Bildschirm ausfüllen und ausdrucken. Gefordert werden die folgenden Angaben: persönliche Daten, private Adresse, Telefon- und Faxnummer sowie die betriebliche Adresse, Telefon- und Faxnummer. Außerdem: der Beginn der Tätigkeit, die voraussichtliche Zahl der Mitarbeiter und die Art der Tätigkeit. Hier empfiehlt es sich, die Art der angemeldeten Tätigkeit nicht zu eng zu fassen, um sich späteren Änderungsaufwand zu ersparen. Dieser Vordruck wird vom zuständigen Beamten abgestempelt und unterschrieben. Danach erhalten Sie ihn zurück. Er ist der sogenannte Gewerbeschein: der Beleg für die offizielle Anmeldung Ihres Gewerbes.

  1. Identitätsnachweis durch Personalausweis oder Reisepass

Wer ein Gewerbe anmelden will, muss sich ausweisen können. Also: rechtzeitig überprüfen, ob der Personalausweis noch gültig ist. Sonst geht natürlich auch der Reisepass. Der Identitätsnachweis durch Führerschein, Studentenausweis oder ähnliches ist nicht möglich.

  1. Genehmigungen und Nachweise

In einigen Fällen – zum Beispiel bei Handwerkern, Maklern oder im Gast- und Beherbergungsgewerbe – müssen bei der Gewerbeanmeldung Genehmigungen und Nachweise vorliegen. Die Erlaubnis hängt von verschiedenen Nachweisen ab: häufig wird ein polizeiliches Führungszeugnis verlangt oder ein Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes. Genauere Auskünfte geben die örtlichen Industrie- und Handelskammern.

  1. Handelsregisterauszug

Wenn das Unternehmen im Handelsregister eingetragen ist, muss dem Gewerbeamt ein Auszug aus dem Handelsregister vorgelegt werden. Dies gilt auch für Unternehmen, die in einem ausländischen Handelsregister eingetragen sind. Die Eintragungsunterlagen müssen in diesem Fall sogar in Übersetzung vorliegen.

5. Aufenthaltsgenehmigung

Ausländische Staatsangehörige müssen zusätzlich eine Aufenthaltsgenehmigung der zuständigen Ausländerbehörde vorlegen. Achten Sie darauf, dass die Aufenthaltsgenehmigung die Erlaubnis beinhaltet, eine Gewerbetätigkeit aufzunehmen.

  1. Inlandsbevollmächtigter für ausländische Unternehmen

Bei einem ausländischen Unternehmen verlangt das Gewerbeamt die Angabe eines Inlandsbevollmächtigten. Außerdem muss eine inländische Anschrift angegeben werden.

 

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