Für Gastronomen ist ein Gewerbeschein Pflicht, jedoch sind auch ein paar besondere Punkte zu beachten. Keine Bar darf ohne die Beantragung eines Gewerbescheins eröffnet werden.

 

Die Aufnahme einer selbständigen, gewerblichen Tätigkeit ist anmeldepflichtig. Hierbei ist es maßgeblich, dass die Tätigkeit über einen längeren Zeitraum betrieben wird und der Gewinnerzielung dient. Wird dies verschwiegen, kann vom Finanzamt ein Bußgeld und eine erhöhte Steuernachzahlung eingefordert werden. Hierfür wird das Einkommen rückwirkend geschätzt und diese Einschätzung fällt meist zum Nachteil des Gewerbetreibenden aus.

Der Gewerbeschein wird von der Gewerbemeldestelle des zuständigen Ordnungsamtes oder der Gemeindeverwaltung ausgestellt und kostet je nach Gemeinde zwischen 15 und 60 Euro. Oftmals kann man ihn auch telefonisch oder via Internet anfordern. Das Gewerbe muss dort angemeldet werden, wo das Gewerbe ansässig ist. Zur Gewerbeanmeldung müssen folgende Dinge mitgenommen werden: der gültige Personalausweis/Reisepass bzw. eine Aufenthaltsgenehmigung und bei gastronomischen Betrieben die erforderliche Genehmigung.

 

Für das Gastgewerbe muss eine Prüfung abgelegt werden. Um den Gewerbeschein für die Gastronomie zu bekommen muss man außerdem längere Zeit eine solche Tätigkeit ausgeführt haben und/oder eine Gastronomieschule besucht haben. Ansonsten kann kostenpflichtig ein sechswöchiger Schulungskurs besucht werden um die letztere Voraussetzung nachzuholen.

Nach der Anmeldung informiert das Gewerbeamt automatisch die Behörden bei denen der Gewebetreibende ebenfalls angemeldet sein muss. Hierzu zählen unter anderem das Gewerbeaufsichtsamt, welches für den Arbeits- und Gesundheitsschutz von Angestellten und Kunden zuständig ist, und die jeweilige Berufsgenossenschaft.

 

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