Die GmbH, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, ist vergleichbar mit einem Verein. Auch hier handelt es sich um eine juristische Person.

Vor über 100 Jahren (genauer: 1892) wurde in Deutschland eine Rechtsform eingeführt, die seitdem zu den beliebtesten Gesellschaftsformen zählt:
Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung, kurz GmbH. Im Jahr 1909 gab es noch 15.508 dieser Gesellschaften.
1972 stieg die Zahl schon auf mehr als 100.000 an.
Warum steht die GmbH so hoch in der Gunst von potentiellen Existenzgründern?
Die Haftung der GmbH ist auf die Höhe der Einlage beschränkt.
Ein klarer Vorteil gegenüber anderen Rechtsformen.

 

Prämissen bei der GmbH-Gründung

Denn das bedeutet: Existenzgründer haften nicht mit ihrem privaten Vermögen. Die GmbH ist also besonders geeignet für Gründer, die ihre Haftung beschränken möchten. Von mindestens einer Person (Ein-Personen-GmbH) kann eine GmbH gegründet werden. Die Höhe der Mindesteinlage beträgt 25.000 Euro. Voraussetzungen für die Gründung einer GmbH sind der Eintrag ins Handelsregister sowie der Abschluss eines Gesellschaftsvertrages. Und der muss Folgendes beinhalten: den Namen der GmbH, den Sitz der Gesellschaft, den Unternehmensgegenstand (Beschreibung des Tätigkeitsfeldes) und die Höhe des Stammkapitals.

Auch die Höhe von Stammeinlagen der einzelnen Gesellschafter muss im Gesellschaftsvertrag festgeschrieben sein. Ferner sollten im Rahmen des Gesellschaftsvertag auch noch andere Aspekte geklärt werden: Und zwar sollte der Kontrakt Angaben über die Gewinn- und Verlustverteilungen sowie die Zuweisung von Stimmrechten der einzelnen Gesellschafter beinhalten. Auch Vorgehensweisen beim Ausscheiden oder Todesfall eines Gesellschafters sollten Erwähnung finden.

 

Pflichten bei einer GmbH

Der Gesellschaftervertrag muss notariell beurkundet sein und von allen Gesellschaftern in Anwesenheit des Notars unterzeichnet werden. Aktiv wird die GmbH erst, wenn der Gesellschaftervertrag geschlossen, die Eintragung in das Handelsregister erfolgt, ein Geschäftsführer ernannt und mindestens ein Teil der Stammeinlagen erbracht worden ist.Die GmbH unterliegt der Buchhaltungs- und Gewerbesteuerpflicht. Als Kapitalgesellschaft unterliegt sie zudem der Körperschaftssteuer (25%) sowie der Umsatz-, Gewerbe-, Lohn- und der Kapitalertragssteuer.

 

Nachteile der GmbH

In Deutschland ist die GmbH eine etablierte Gesellschaftsform, die auch im Ausland einen guten Ruf genießt – keine Frage. Dennoch: 25.000 Euro Mindestkapital sind im Vergleich zu anderen Gesellschaftsformen mit beschränkter Haftung in der Europäischen Union ziemlich hoch. Zudem ist die Gründung einer GmbH mit einem vergleichsweise großen bürokratischen Aufwand verbunden.

 

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