Ob Einzelunternehmen, GbR oder GmbH, Limited, Offene Handels- oder Kommanditgesellschaft: Die geeignete Rechtsform bei der Existenzgründung zu finden, ist eine individuelle Entscheidung, bei der die Unterschiede der Formen zu berücksichtigen sind.

 

Je nach Gewerbe und Ziel der Existenzgründung können unterschiedliche Rechtsformen für die Anmeldung eines Gewerbes geeignet sein.
Welche Rechtsform für wen am geeignetsten ist, hängt ganz individuell vom Unternehmen und der speziellen Situation ab, in der sich der Existenzgründer befindet.

Die verschiedenen möglichen Formen zur Existenzgründung unterscheiden sich beispielsweise im notwendigen Startkapital, in der Haftungsweise und auch im Gründungsaufwand.

 

Rechtliche, finanzielle und steuerliche Auswirkungen der Rechtsform

Für den oder die Existenzgründer bedeutet dies, die unterschiedlichen Bedingungen sowie Vor- und Nachteile der einzelnen Rechtsformen abzuwägen. Denn die Entscheidung wirkt sich für Unternehmensgründer sowohl in rechtlicher als auch in finanzieller und steuerlicher Sicht aus. Seit geraumer Zeit vermitteln Einstiegskurse der IHK oder der Arbeitsagentur auch Grundlagen für Existenzgründer – wie beispielsweise die Wahl der passenden Rechtsform.

 

Beratung bei der Auswahl der passenden Rechtsform

Bei der Entscheidung über die Rechtsform im Prozess der Existenzgründung und zur Gewerbe-Anmeldung können mögliche Beratungsstellen die örtliche IHK, auf Gründer spezialisierte Unternehmensberater oder auch Rechtsanwälte mit Spezialisierung auf Gesellschaftsrecht sein. Letztere Spezialisierung des aufgesuchten Rechtsanwalts ist insbesondere im Fall von mehreren Gründern notwendig, um einen Gesellschaftsvertrag aufzusetzen.

 

Rechtsform nicht auf Dauer

Die passende Rechtsform bei der Existenzgründung zu wählen, ist auch ein wichtiger Faktor für die Frage der Besteuerung des geplanten Unternehmens. Daher ist auch die Beratung durch einen Steuerberater bereits bei der Wahl der Rechtsform zur Gewerbe-Anmeldung zu empfehlen. Bei der Wahl ist grundsätzlich zu bedenken, dass es keine durchweg optimale Rechtsform und auch keine dauerhafte Rechtsform gibt, da sich durch stetig fortschreitende Unternehmensentwicklungen die Ansprüche an die jeweilige Rechtsform ändern.
Um eine geeignete Rechtsform zu wählen, sind für den Existenzgründer verschiedene Ausgangsfragen wichtig. Es gilt zu unterscheiden zwischen Gewerbetreibendem und Freiberufler, alleiniger Gründung oder Gründung mit Partnern. Außerdem stellt sich die Frage, ob der Gründer die Haftung für das Unternehmen beschränken möchte und ob er möglichst geringe Gründungskosten sowie möglichst wenig Gründungsaufwand anstrebt.

 

Von GbR über GmbH bis Limited

Die Auswahl der möglichen Rechtsformen für ein Unternehmen unterscheidet sich nach Ein-Personen-Gründungen, Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften. Ein-Personen-Gründungen werden in der Regel als Einzelunternehmen umgesetzt. Personengesellschaften umfassen dagegen meist die Formen Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), Offene Handels- (OHG) und Kommanditgesellschaft (KG). Zum Oberbegriff der Kapitalgesellschaften zählen die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH), die Limited (Ltd.) und auch die Aktiengesellschaft (AG).

 

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