eBay – Gewerbeschein

eBay – das weltweit größte Internetauktionshaus ist bekannt und beliebt bei unzähligen Schnäppchenmachern. Wer bei eBay aber nicht nur kaufen, sondern auch verkaufen will, sollte sich über einen Gewerbeschein Gedanken machen.

Schon längst hat sich eBay vom Markplatz für Gebrauchtwaren mit Flohmarktcharme zur „Business-to-Consumer-Plattform“ gewandelt, auf der sich immer mehr kommerzielle Händler tummeln. Dabei wird es immer schwieriger, gewerbliche Anbieter von privaten zu unterscheiden.

Und auch als Verkäufer selbst ist es nicht leicht, die rechtlichen Grenzen des Internet-Handels zu überblicken: Ab wann handelt es sich beim Verkauf von Waren bei eBay um eine gewerbliche Tätigkeit? Ab wann also, besteht die Pflicht, ein Gewerbe anzumelden?

Klar ist: Wer nur ab und an Produkte aus seinem Privatbestand verkauft, benötigt keinen Gewerbeschein. Wer aber Waren gezielt einkauft, um sie später gewinnbringend bei eBay weiter zu verkaufen, der gilt definitiv als gewerblicher Verkäufer und muss einen Gewerbeschein besitzen. Außerdem müssen gewerbliche Verkäufer anders als Privatleute den Käufern ein Widerrufs- und Rückgaberecht einräumen.

Checkliste: Kriterien für einen gewerblichen Verkauf

  • Artikel werden gezielt gekauft, um sie wieder zu verkaufen
  • Artikel werden selber hergestellt, um sie zu verkaufen
  • Es werden regelmäßig große Artikelmengen verkauft
  • Jemand ist als eBay-Verkaufsagent tätig und verkauft Artikel für andere Personen
  • Für das eigene Unternehmen wird bei bei eBay eingekauft
  • Das Erlangen des PowerSeller-Status
  • Der Besitz eines eigenen eBay Shops
  • Über 100 Bewertungen pro Monat über einen längeren Zeitraum
  • Steigende Anzahl der aktuellen Verkäufe
  • Der Verkauf von exakt gleichen Produkten in großer Menge, wie z.B. Navigationsgeräte

Privater eBay Handel und das Finanzamt

Mittlerweile gibt es immer mehr Fälle bei denen eBay Nutzer Post vom Finanzamt bekommen haben, da es sich nach deren Einschätzung um eine gewerbliche Tätigkeit handelt und somit Steuern gezahlt werden müssen. Handelt es sich dabei um einen längeren Zeitraum und hohe Einnahmen die angemahnt werden, kann die Steuernachzahlung entsprechend hoch ausfallen.
Oft allerdings ist die Lage nicht so eindeutig: in Streitfällen entscheiden die Gerichte unterschiedlich, eine genaue Grenzziehung zwischen privaten und gewerblichen Anbietern ist derzeit noch schwierig.

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