Der Gewerbeschein ist die Bescheinigung über eine offizielle Anmeldung des Gewerbes. Für diese Anmeldung verlangt das Gewerbeamt eine Bearbeitungsgebühr, die von Gemeinde zu Gemeinde und von Stadt zu Stadt unterschiedlich sein kann.

 

„Gewerbeschein“ ist die umgangssprachliche Bezeichnung für den Gewerbeanmeldungsschein, den die Gewerbemeldestelle des zuständigen Ordnungsamtes oder die Gemeindeverwaltung jedem bei der Anmeldung eines Gewerbes ausstellt. Der Gewerbeschein ist also eine Empfangsbescheinigung, er dient dem Gewerbetreibenden als Nachweis dafür, dass er die erforderliche Anmeldung ordnungsgemäß gemacht hat.

 

Allerdings sind Gewerbeanmeldung und Ausstellung des Gewerbescheins bei keiner Gemeinde kostenlos: die Gewerbeämter erheben eine Bearbeitungsgebühr, die in Deutschland zwischen 15 und 65 Euro liegt. So kostet eine Gewerbeanmeldung in Berlin zum Beispiel nur 26 Euro, während die Anmeldung in Göttingen 40 Euro kostet. Die Bearbeitungsgebühr ist in Deutschland allerdings noch vergleichsweise gering. In Österreich kostet der Gewerbeschein in einigen Städten sogar 150 Euro.


Die Bearbeitungsgebühr für den Gewerbeschein ist leider unumgänglich. Wer dem Gewerbeamt seine Selbstständigkeit verschweigt, handelt sich womöglich ein Bußgeld ein. Außerdem fordert das Finanzamt Steuernachzahlungen. Dazu wird das Einkommen rückwirkend geschätzt und die Schätzung fällt meistens zu Nachteil des Übeltäters aus.

 

Die Gewerbeummeldung – bei einem Umzug beispielsweise – ist etwas günstiger: sie kostet zwischen 10 und 20 Euro. In einigen Gemeinden wird sie sogar kostenlos durchgeführt. Die Abmeldung des Gewerbes ist fast immer ganz kostenlos und kann ohne großen Aufwand per Post erfolgen.

 

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