In Deutschland sind alle Existenzgründer grundsätzlich verpflichtet, beim der für den Betriebssitz zuständigen Behörde (Gewerbemeldestelle, Ordnungsamt) eine Gewerbeanmeldung vorzunehmen.

 

Auf die Rechtsform des Gewerbebetriebs oder auf den Gegenstand der gewerblichen Tätigkeit kommt es dabei zunächst nicht an. Wie so oft im Leben gilt aber auch hier: Keine Regel ohne Ausnahme. Handelt es sich bei der Tätigkeit nämlich um eine freiberufliche, ist eine Gewerbeanmeldung nicht erforderlich.

Unter freiberuflicher Tätigkeit wird auch die Betätigung als Künstler oder Publizist verstanden. Allerdings gibt es eine Ausnahme von der Ausnahme: Wird die freiberufliche Tätigkeit in einer bestimmten Rechtsform ausgeübt, zum Beispiel im Rahmen einer GmbH, kommen auch Künstler und Publizisten nicht um die Gewerbeanmeldung herum.

 

Unabhängig davon, ob eine Gewerbeanmeldung erforderlich ist oder nicht, sollte das zuständige Finanzamt auf jeden Fall über die Aufnahme der künstlerischen Tätigkeit informiert werden. Bleibt noch die Frage der Sozialversicherung. Hier kommt das Künstlersozialversicherungsgesetz vom 27. Juli 1981 ins Spiel. Genaue Auskünfte erteilt die Künstlersozialkasse. Diese Abgaben muss der Künstler dann allerdings selbstständig abführen und sollte man einen Künstler buchen so muss sich dieser eigenständig um die entsprechenden Abgaben kümmern, wenn er als Freiberufler auftritt.