Die meisten Deutschen, die ein Gewerbe anmelden möchten, wollen zunächst neben ihrer normalen Tätigkeit ein Nebengewerbe gründen oder sich langsam mit dem Nebengewerbe auf eine Selbständigkeit vorbereiten.

 

Es ist nicht ganz einfach sein Hobby zum Beruf zu machen und auch wer neben seinem normalen Job etwas Geld mit einem Nebengewerbe verdienen möchte, muss sich vorab einige Gedanken machen. Welche Arten von Nebengewerbe es gibt, wird hier in einer kleinen Übersicht dargestellt. 

  • Ist ein Gewinn geplant? - Wenn das ausgeübte Nebengewerbe nicht dazu da sein soll Gewinn zu machen und auch in Zukunft nichts daran geändert werden soll, dann handelt es sich eher um eine Liebhaberei oder Hobby, bei dem keine Anmeldung als Nebengewerbe vorgenommen werden muss.
  • Soll das Nebengewerbe als Handwerk ausgeübt werden? - Für die Gewerbeanmeldung eines Handwerks sind neben des Gewerbescheins weitere Genehmigungen und Mitgliedschaften notwendig. Weitere Informationen erhält man bei der zuständigen Handwerkskammer.
  • Soll nur für einen Arbeitgeber gearbeitet werden? - Hier sollte vorab geprüft werden, ob nicht eine Scheinselbständigkeit vorliegt. Nähere Infos gibt es beim Internetratgeber-Recht. Wenn die Einkünfte aus dem Nebengewerbe monatlich 400 Euro nicht überschreiten oder nur maximal 50 Tage im Jahr gearbeitet wird, handelt es sich bei der Tätigkeit um einen Minijob. Informationen liefert die Minijob-Zentrale.
  • Soll eine Tätigkeit im Sportverein ausgeübt werden? - Nach §3 Nr. 26 Einkommenssteuergesetz sind Einkommen von Übungsleitern in Sportvereinen, Jugendleitern oder Mitarbeitern öffentlicher Einrichtungen bis zu einer Obergrenze von 154 Euro im Monat steuerfrei.