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Aktualisiert: 05.06.2026

Nebengewerbe anmelden — Ratgeber 2025

Nebengewerbe


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Häufige Fragen

Was genau ist ein Nebengewerbe in Deutschland?


Ein Nebengewerbe ist eine selbstständige Tätigkeit, die Sie zusätzlich zu Ihrem Hauptberuf oder Studium ausüben. Es zeichnet sich dadurch aus, dass der zeitliche Aufwand und der finanzielle Ertrag im Vergleich zur Haupttätigkeit untergeordnet sind. Es gibt keine exakte gesetzliche Definition, aber die Tätigkeit muss auf Dauer angelegt und mit Gewinnerzielungsabsicht verbunden sein.

Wie melde ich ein Nebengewerbe in Deutschland korrekt an?


Die Anmeldung erfolgt beim örtlichen Gewerbeamt Ihrer Gemeinde oder Stadt. Sie füllen dort das Formular zur Gewerbeanmeldung aus, das Sie oft auch online finden. Nach der Anmeldung erhalten Sie eine Gewerbebestätigung und das Finanzamt wird automatisch über Ihre neue Tätigkeit informiert.

Welche Kosten entstehen bei der Anmeldung eines Nebengewerbes?


Die direkten Kosten für die Gewerbeanmeldung liegen in der Regel zwischen 20 und 65 Euro, abhängig von der jeweiligen Kommune. Darüber hinaus entstehen bei der reinen Anmeldung des Nebengewerbes keine weiteren obligatorischen Gebühren. Eventuelle Kosten für Genehmigungen oder Qualifikationen hängen von der Art Ihrer Tätigkeit ab.

Welche steuerlichen Pflichten habe ich als Nebengewerbetreibender in Deutschland?


Sie müssen die Einnahmen aus Ihrem Nebengewerbe in Ihrer jährlichen Einkommensteuererklärung angeben. Wenn Ihr Umsatz unter 22.000 Euro im Vorjahr und voraussichtlich unter 50.000 Euro im laufenden Jahr liegt, können Sie die Kleinunternehmerregelung nutzen und sind von der Umsatzsteuer befreit. Ab einem jährlichen Gewinn von über 24.500 Euro wird zudem Gewerbesteuer fällig.

Beeinflusst ein Nebengewerbe meine Krankenversicherung oder Rentenversicherung in Deutschland?


In der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben Sie in der Regel als Hauptversicherter über Ihren Hauptjob versichert, solange das Nebengewerbe nicht überwiegt. Bei Überschreitung bestimmter Einkommensgrenzen aus dem Nebengewerbe können zusätzliche Beiträge anfallen. Ihre Rentenversicherung ist als Angestellter vom Nebengewerbe grundsätzlich unberührt, es sei denn, Sie sind in einem Katalogberuf tätig, der eine Pflichtversicherung auslöst.

Gibt es spezifische Einkommensgrenzen für ein Nebengewerbe in Deutschland?


Für das Nebengewerbe selbst gibt es keine feste Einkommensgrenze, die es automatisch zum Hauptgewerbe macht; dies wird anhand des Zeitaufwands und des Gewinns im Verhältnis zur Haupttätigkeit beurteilt. Wichtig sind jedoch die 22.000 Euro Jahresumsatzgrenze für die Kleinunternehmerregelung bei der Umsatzsteuer. Auch für die Beitragsfreiheit in der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es eine Gewinngrenze, die etwa bei 505 Euro monatlich liegt.

Muss ich meinen Arbeitgeber über die Aufnahme eines Nebengewerbes informieren oder seine Zustimmung einholen?


Sie sollten Ihren Arbeitsvertrag prüfen, da dort oft Regelungen zu Nebentätigkeiten enthalten sind. Grundsätzlich müssen Sie Ihren Arbeitgeber informieren, wenn das Nebengewerbe Ihre Arbeitsleistung im Hauptberuf beeinträchtigen könnte oder in direkter Konkurrenz steht. Eine generelle Zustimmungspflicht besteht nicht immer, aber eine transparente Kommunikation ist ratsam, um Konflikte zu vermeiden.

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