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Aktualisiert: 05.06.2026

Erklärung und Infos zur Gründung und der Vor

GmbH - Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung


Die GmbH, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, ist ist die am weitesten verbreitete Rechtsform in Deutschland. Bei dieser Kapitalgesellschaft haftet die Gesellschaft nur mit ihrem Gesellschaftsvermögen, während das Privatvermögen der Gesellschafter unberührt bleibt.

Vor über 100 Jahren (genauer: 1892) wurde in Deutschland eine Rechtsform eingeführt, die seitdem zu den beliebtesten Gesellschaftsformen zählt: Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung, kurz GmbH. Im Jahr 1909 gab es noch 15.508 dieser Gesellschaften. 1972 stieg die Zahl schon auf mehr als 100.000 an.
Da stellt sich die Frage, warum steht die GmbH so hoch in der Gunst von potentiellen Existenzgründern steht? Die Antwort liegt auf der Hand: Die Haftung der GmbH ist auf die Höhe der Einlage beschränkt und die private Haftung fällt weg. Ein klarer Vorteil gegenüber anderen Rechtsformen.

Prämissen bei der GmbH-Gründung


Fakt ist: Existenzgründer haften bei der GmbH nicht mit ihrem privaten Vermögen. Die GmbH ist also besonders geeignet für Gründer, die ihre Haftung beschränken möchten. Von mindestens einer Person (Ein-Personen-GmbH) kann eine GmbH gegründet werden. Die Höhe der Mindesteinlage beträgt 25.000 Euro. Voraussetzungen für die Gründung einer GmbH sind der Eintrag ins Handelsregister sowie der Abschluss eines Gesellschaftsvertrages. Und der muss Folgendes beinhalten: den Namen der GmbH, den Sitz der Gesellschaft, den Unternehmensgegenstand (Beschreibung des Tätigkeitsfeldes) und die Höhe des Stammkapitals.

Auch die Höhe von Stammeinlagen der einzelnen Gesellschafter muss im Gesellschaftsvertrag festgeschrieben sein. Ferner sollten im Rahmen des Gesellschaftsvertag auch noch andere Aspekte geklärt werden: Und zwar sollte der Kontrakt Angaben über die Gewinn- und Verlustverteilungen sowie die Zuweisung von Stimmrechten der einzelnen Gesellschafter beinhalten. Ebenfalls wichtig ist die Vorgehensweise beim Ausscheiden oder Todesfall eines Gesellschafters.

Pflichten bei einer GmbH


Der Gesellschaftervertrag muss notariell beurkundet sein und von allen Gesellschaftern in Anwesenheit des Notars unterzeichnet werden. Aktiv wird die GmbH erst, wenn der Gesellschaftervertrag geschlossen, die Eintragung in das Handelsregister erfolgt, ein Geschäftsführer ernannt und mindestens ein Teil der Stammeinlagen erbracht worden ist. Die GmbH unterliegt der Buchhaltungs- und Gewerbesteuerpflicht. Als Kapitalgesellschaft unterliegt sie zudem der Körperschaftssteuer (25%) sowie der Umsatz-, Gewerbe-, Lohn- und der Kapitalertragssteuer.

Vorläufige Rechtsformen: Vorgründungsgesellschaft und GmbH i.G.


Bis alle Voraussetzungen für das Bestehen einer GmbH erfüllt sind, gibt es zwei Vorstufen, die es den Gesellschaftern ermöglichen bereits vorab tätig zu werden. Sobald die GmbH Gründung beschlossene Sache ist und der Gesellschaftsvertrag ausgearbeitet sowie die notarielle Beurkundung in Bearbeitung sind, tritt die Vorgründungsgesellschaft in Kraft. Diese Rechtsform ist gleichzustellen mit der GbR oder gegebenenfalls sogar mit der oHG. In dieser Phase sind die Gesellschafter mit ihrem Privatvermögen haftbar.
Stehen nur noch die notarielle Beurkundung des Gesellschaftsvertrags und die Eintragung ins Handelsregister an, tritt die nächste Rechtsform GmbH i.G. (in Gründung) in Kraft. In dieser Phase müssen die Stammeinlagen der Gesellschafter eingezahlt, ein Geschäftsführer ernannt und die Anmeldung ins Handelsregister getätigt werden. Im Grunde sind die Gesellschafter in diesem Zeitraum nicht mehr persönlich haftbar, jedoch gibt es auch hier Ausnahmen, wenn zum Beispiel das Gesellschaftsvermögen unter dem Stammkapital liegt.

Nachteile der GmbH


In Deutschland ist die GmbH eine etablierte Gesellschaftsform, die auch im Ausland einen guten Ruf genießt. Dennoch sind die 25.000 Euro Mindestkapital im Vergleich zu anderen Gesellschaftsformen mit beschränkter Haftung in der Europäischen Union ziemlich hoch. Zudem ist die Gründung einer GmbH mit einem vergleichsweise hohen bürokratischen Aufwand verbunden und nimmt einige Zeit in Anspruch.

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Häufige Fragen

Was ist der Hauptvorteil einer GmbH für Gründer in Deutschland?


Der Hauptvorteil einer GmbH liegt in der Beschränkung der Haftung auf das Gesellschaftsvermögen, wodurch das Privatvermögen der Gesellschafter unberührt bleibt. Dies schützt Existenzgründer vor persönlichen finanziellen Risiken und macht die GmbH zu einer sehr beliebten Rechtsform in Deutschland.

Welches Mindeststammkapital ist für die Gründung einer GmbH erforderlich?


Für die Gründung einer GmbH in Deutschland ist ein Mindeststammkapital von 25.000 Euro gesetzlich vorgeschrieben. Ein Teil dieses Kapitals muss bereits vor der Eintragung ins Handelsregister eingezahlt sein, damit die Gesellschaft aktiv werden kann.

Kann eine GmbH von nur einer Person gegründet werden?


Ja, eine GmbH kann auch von einer einzelnen Person als sogenannte Ein-Personen-GmbH gegründet werden. Die rechtlichen Voraussetzungen und Pflichten, wie die notarielle Beurkundung des Gesellschaftsvertrages und die Eintragung ins Handelsregister, bleiben dabei bestehen.

Welche Dokumente sind für die Gründung einer GmbH zwingend notwendig?


Zwingend notwendig für die Gründung einer GmbH sind ein notariell beurkundeter Gesellschaftsvertrag und die anschließende Eintragung in das Handelsregister. Der Gesellschaftsvertrag muss unter anderem den Namen, den Sitz, den Unternehmensgegenstand und die Höhe des Stammkapitals festlegen.

Welche wichtigen Steuerpflichten hat eine GmbH in Deutschland?


Eine GmbH unterliegt in Deutschland der Buchhaltungs- und Gewerbesteuerpflicht. Als Kapitalgesellschaft fallen zudem Körperschaftsteuer (aktuell 25%), Umsatzsteuer, Lohnsteuer und Kapitalertragsteuer an.

Was bedeuten die Begriffe "Vorgründungsgesellschaft" und "GmbH i.G."?


Die "Vorgründungsgesellschaft" entsteht, sobald die GmbH-Gründung beschlossen und der Gesellschaftsvertrag ausgearbeitet wird, aber noch nicht beurkundet ist. Die "GmbH i.G." (in Gründung) bezeichnet die Phase nach der notariellen Beurkundung des Gesellschaftsvertrages und der Anmeldung zum Handelsregister, aber vor der tatsächlichen Eintragung.

Wann wird eine GmbH rechtlich aktiv und handlungsfähig?


Eine GmbH wird rechtlich aktiv und handlungsfähig, sobald der Gesellschaftervertrag geschlossen, die Eintragung in das Handelsregister erfolgt, ein Geschäftsführer ernannt und mindestens ein Teil der Stammeinlagen erbracht worden ist. Erst zu diesem Zeitpunkt ist die Haftungsbeschränkung vollständig wirksam.

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