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Aktualisiert: 05.06.2026

Vorsorge, Absicherung und Versicherungen für Freiberufler

Versicherungen für Freiberufler


Freiberufler sorgen nicht nur eigenständig für ihre Aufträge und genügend Einkommen – sie sind auch selbst für Versicherungen und die Altersvorsorge verantwortlich. Somit ist es wichtig vor dem Start in die Selbstständigkeit sich für den Notfall und das Rentenalter abzusichern.

Angestellte, die einen festen oder befristeten Arbeitsvertrag haben, brauchen sich fürs Erste keine Sorgen über Sozialabgaben wie Beiträge zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung oder Arbeitslosenversicherung machen. Das läuft im Grunde alles automatisch und wird zu Teilen vom jeweiligen Arbeitgeber übernommen.

Anders sieht es als Freiberufler aus – Selbstständige sind im Grunde nicht dazu verpflichtet eine gesetzliche Pflege-, Arbeitslosen-, Unfall- und Krankenversicherung abzuschließen. Was aber nicht bedeutet, dass Freiberufler sich nicht eigenständig für eine Rentenversicherung oder ähnliches entscheiden können. Schließlich sind so manche Versicherungen für Freiberufler empfehlenswert, um im Notfall nicht mit leeren Händen da zu stehen. Das gilt insbesondere im Falle einer Krankheit und einer möglichen Berufsunfähigkeit.

Ratsam ist es, mehrere Angebote zu den unterschiedlichen Versicherungen für Freiberufler einzuholen, da die Versicherungsangebote in Leistung und Preis recht unterschiedlich sind. Wer sich sehr unsicher bei der Auswahl ist, sollte einen Versicherungsmakler seines Vertrauens mit Spezialisierung auf Selbstständige und Freiberufler um Rat bitten.

Krankenversicherung für Freiberufler


Bei der Krankenversicherung haben Freiberufler und Selbstständige die Wahl, ob sie sich privat versichern oder Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse bleiben. Der Beitrag zur Versicherung für Freiberufler bemisst sich dabei am Beitragssatz des Anbieters und am Einkommen des Freiberuflers.
Bei der gesetzlichen Krankenkasse liegt der Vorteil ganz klar in der Familienversicherung. Während bei einer privaten Versicherung der Beitragssatz für jedes Familienmitglied einzeln gezahlt werden muss, gibt es bei der gesetzlichen Krankenversicherung die Möglichkeit, nicht berufstätige Kinder und Ehegatten mitzuversichern.

Berufsunfähigkeitsversicherung für Freiberufler


Die Notwendigkeit einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Freiberufler liegt im Grunde klar auf der Hand. Diese private Versicherung stellt im Fall einer Berufsunfähigkeit, beispielsweise durch Verletzung oder anderen Krankheiten, für Freiberufler eine finanzielle Absicherung dar. Auch unter Freiberuflern gibt es risikoreichere Berufe als beispielsweise Tätigkeiten am Schreibtisch. Demnach können die Kosten für eine solche Versicherung unterschiedlich hoch ausfallen. Alternativ gibt es für Freiberufler die Möglichkeit eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Wer sich im Vorwege informiert, wird wohlmöglich auch auf eine Unfallversicherung stoßen. In diesem Fall sollte allerdings bedacht werden, dass diese nur bei Unfällen zum tragen kommt und nicht bei Krankheiten, die zu einer Berufsunfähigkeit bei Freiberuflern führen, greift.

Arbeitslosenversicherung für Freiberufler


Seit 2006 haben auch Selbständige und Freiberufler die Möglichkeit eine freiwillige Arbeitslosenversicherung für Freiberufler abzuschließen. Wer vor der Aufnahme einer selbstständigen Beschäftigung mindestens ein Jahr lang sozialversicherungspflichtig gearbeitet hat, kann einen Antrag auf Arbeitslosenversicherung für Freiberufler, Selbstständige und Existenzgründer stellen.

Rentenversicherung für Freiberufler


Als verkammerte Freiberufler werden Berufstätige wie Ärzte, Notare, Rechtsanwälte, Steuerberater und Apotheker bezeichnet, die Mitglied in der jeweiligen Kammer sind. In der Regel sind diese Personen in ihrer berufsständischen Versorgungseinrichtung pflichtversichert. Aber auch unter den nicht verkammerten Freiberuflern gibt es Berufsgruppen, die zur Rentenversicherung verpflichtet sind. Hierzu gehören beispielsweise Lehrer, Erzieher und Pflegepersonen, solange sie nicht für einen versicherungspflichtigen Arbeitgeber tätig sind.
Um genau zu klären, welche freiberuflichen Berufsgruppen und Tätigkeitsbereiche in die Rentenversicherungspflicht fallen, sollten Freiberufler eine Beratung bei den berufsständischen Versorgungswerken oder dem Deutschen-Rentenversicherungs-Bund nutzen.

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Häufige Fragen

Welche Versicherungen sind für Freiberufler Pflicht?


Als Freiberufler sind Sie grundsätzlich nicht verpflichtet, sich in der gesetzlichen Pflege-, Arbeitslosen-, Unfall- und Krankenversicherung zu versichern. Sie tragen die volle Verantwortung für Ihre Absicherung. Jedoch ist die Krankenversicherung in Deutschland für jeden Bürger verpflichtend, Sie müssen sich also entweder privat oder freiwillig gesetzlich versichern.

Welche Versicherungen sind für Freiberufler besonders empfehlenswert?


Für Freiberufler sind insbesondere eine Krankenversicherung und eine Berufsunfähigkeitsversicherung dringend empfehlenswert. Diese sichern Sie im Falle von Krankheit oder dauerhafter Arbeitsunfähigkeit finanziell ab. Auch eine private Altersvorsorge ist essenziell, da Sie nicht automatisch in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen.

Wie entscheiden Freiberufler sich für eine Krankenversicherung?


Freiberufler haben die Wahl zwischen der privaten Krankenversicherung (PKV) und der freiwilligen Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse (GKV). Die Entscheidung hängt von individuellen Bedürfnissen, Einkommen und Familienstand ab. Beide Optionen haben unterschiedliche Beitragsstrukturen und Leistungsumfänge.

Warum ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Freiberufler so wichtig?


Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist für Freiberufler äußerst wichtig, da sie im Falle einer Berufsunfähigkeit eine finanzielle Absicherung bietet. Ohne diese Versicherung droht bei längerer Krankheit oder Verletzung der Verlust des Einkommens. Sie schützt somit Ihre Existenz und Ihren Lebensstandard.

Welchen Vorteil bietet die gesetzliche Krankenversicherung für Familien?


Der große Vorteil der gesetzlichen Krankenversicherung für Freiberufler ist die Familienversicherung. Hier können nicht berufstätige Kinder und Ehegatten beitragsfrei mitversichert werden. In der privaten Krankenversicherung hingegen muss für jedes Familienmitglied ein eigener Beitrag entrichtet werden.

Worin liegt der Unterschied zwischen einer Berufsunfähigkeits- und einer Unfallversicherung?


Der Hauptunterschied besteht darin, dass eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BUV) zahlt, wenn Sie aufgrund von Krankheit oder Unfall Ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Eine Unfallversicherung hingegen leistet ausschließlich bei den Folgen eines Unfalls. Die BUV bietet somit einen umfassenderen Schutz vor Einkommensverlust.

Wie finden Freiberufler die passende Versicherung?


Um die passende Versicherung zu finden, sollten Sie mehrere Angebote verschiedener Anbieter vergleichen. Achten Sie dabei nicht nur auf den Preis, sondern auch auf den Leistungsumfang. Bei Unsicherheiten ist es ratsam, einen auf Selbstständige spezialisierten Versicherungsmakler zu konsultieren.

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