Kostenlose Informationen Aktuell 2026 Unabhängig & seriös
Aktualisiert: 02.07.2026

Gewerbe anmelden als Fahrradkurier / Lastenrad-Lieferung

Gewerbe anmelden als Fahrradkurier oder Lastenrad-Lieferung


Ob Paketzustellung auf dem letzten Kilometer, Essenslieferung oder Botendienste für Unternehmen – der Fahrradkurier und die Lastenrad-Lieferung boomen. Viele starten nebenberuflich und wachsen schnell. Was genau du behördlich brauchst, wie du dich absicherst und was es kostet, erfährst du hier.

Ist Fahrradkurier ein Gewerbe?


Ja. Sobald du mit dem Fahrrad oder Lastenrad regelmäßig und mit Gewinnerzielungsabsicht Waren oder Dokumente lieferst, übst du eine gewerbliche Tätigkeit aus und bist zur Gewerbeanmeldung verpflichtet. Das gilt auch für Plattform-basierte Tätigkeit, z. B. über Wolt, Gorillas oder ähnliche Dienste, wenn du als Selbstständiger (nicht Angestellter) tätig bist.

Welche Erlaubnisse brauche ich?


Das ist eine der größten Stärken dieses Geschäftsmodells: Als Fahrradkurier brauchst du im Regelfall keine besonderen Genehmigungen über die normale Gewerbeanmeldung hinaus. Fahrräder und Lastenräder fallen nicht unter das Güterkraftverkehrsgesetz (GüKG), das für motorisierte Fahrzeuge gilt. Es genügt also eine einfache Gewerbeanmeldung beim Gewerbeamt.

Ausnahme: Wenn du mit einem E-Lastenrad mit Hilfsmotor über 25 km/h oder einem Anhänger unterwegs bist, der straßenrechtliche Auflagen auslöst, solltest du dich vorab bei der Kfz-Zulassungsstelle informieren.

Schritt-für-Schritt: Als Fahrradkurier selbstständig werden

1. Gewerbeanmeldung beim Gewerbeamt Gehe zum Gewerbeamt deiner Wohngemeinde und melde das Gewerbe „Kurierdienst / Botendienst / Lieferdienst mit Fahrrad" an. Du brauchst deinen Personalausweis und das ausgefüllte Gewerbeanmeldeformular. Die Gebühr beträgt je nach Kommune zwischen 20 und 60 Euro. Die vollständige Gewerbeanmeldung kann oft auch online erledigt werden.

2. Steuerliche Anmeldung Nach der Gewerbeanmeldung bekommst du Post vom Finanzamt. Als Fahrradkurier mit geringen Einnahmen kannst du von der Kleinunternehmerregelung profitieren – dann stellst du keine Umsatzsteuer in Rechnung. Prüfe, ob das Kleingewerbe für dich die richtige Wahl ist, wenn du nebenberuflich startest.

3. Versicherungen abschließen Auch wenn du kein Auto fährst, brauchst du Absicherung. Eine Fahrradhaftpflichtversicherung ist dringend empfohlen, teilweise Pflicht bei bestimmten Plattformen. Wenn du Waren von Kunden transportierst, solltest du außerdem eine Transportgüterversicherung abschließen.

4. Berufsgenossenschaft Als Selbstständiger mit Beschäftigten bist du bei der BG Verkehr anmeldepflichtig. Ohne Mitarbeiter ist eine freiwillige Mitgliedschaft in einer Berufsgenossenschaft empfehlenswert, um dich bei Arbeitsunfällen abzusichern.

5. Plattformverträge prüfen Wenn du über Lieferplattformen arbeitest, achte genau auf die Vertragskonditionen. Viele Plattformen verlangen einen Gewerbenachweis und eine gültige Haftpflichtversicherung als Voraussetzung für die Zusammenarbeit.

Kann ich als Fahrradkurier ein Kleingewerbe anmelden?


Ja, das ist sogar der häufigste Einstieg. Wenn deine jährlichen Einnahmen unter der Kleinunternehmergrenze bleiben, brauchst du keine Umsatzsteuer abzuführen und hast weniger bürokratischen Aufwand. Sobald du wächst und die Grenze überschreitest, wechselst du automatisch in die Regelbesteuerung. Alles zur Anmeldung findest du unter Kleingewerbe.

Was kostet die Gewerbeanmeldung als Fahrradkurier?


Die reine Anmeldegebühr liegt zwischen 20 und 60 Euro – damit gehört der Fahrradkurier zu den günstigsten Gewerben, die man anmelden kann. Es fallen keine Kosten für Handwerkskarte, Güterkraftverkehrserlaubnis oder ähnliche Spezialgenehmigungen an. Mehr zu den Gebühren findest du auf unserer Seite zu den Kosten des Gewerbescheins.

Was brauchst du für die Anmeldung?


Die Unterlagen sind minimal: gültiger Personalausweis oder Reisepass, ausgefülltes Gewerbeanmeldeformular, bei Nicht-EU-Bürgern ein Aufenthaltstitel mit Arbeitserlaubnis. Fertig.


Jetzt Gewerbe online anmelden
Ohne Wartezeit, ohne Termin — direkt von Zuhause aus starten
✓ Einfach & schnell✓ Offiziell
Jetzt beantragen →

Häufige Fragen

Muss ich ein Gewerbe anmelden, wenn ich nur gelegentlich liefere?

Wenn du vereinzelte Gefälligkeiten ohne regelmäßige Absicht machst, nicht unbedingt. Sobald du aber regelmäßig Aufträge annimmst und Geld verdienen willst, spricht man von einer gewerblichen Tätigkeit – dann ist die Gewerbeanmeldung Pflicht. Im Zweifel lieber früh anmelden, um Steuernachzahlungen oder Ordnungswidrigkeiten zu vermeiden.

Kann ich als Fahrradkurier die Kleinunternehmerregelung nutzen?

Ja. Wenn dein Jahresumsatz die gesetzliche Grenze nicht übersteigt, kannst du die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen. Dann stellst du keine Umsatzsteuer in Rechnung und hast weniger steuerlichen Aufwand. Details dazu findest du unter Kleingewerbe.

Welche Versicherungen brauche ich als Fahrradkurier?

Mindestens eine Fahrrad-Haftpflichtversicherung sowie eine Transportgüterversicherung, wenn du Waren anderer Leute befördert. Manche Plattformen verlangen diese als Pflichtnachweis. Zusätzlich empfiehlt sich eine Berufsunfähigkeits- oder Unfallversicherung, da du körperlich tätig bist.

Brauche ich für ein Lastenrad eine besondere Zulassung?

In der Regel nein, wenn das Lastenrad die gesetzlichen Grenzen für Fahrräder nicht überschreitet (Hilfsmotor max. 250 W, Tretunterstützung bis 25 km/h). Schnellere Pedelecs oder S-Pedelecs (bis 45 km/h) gelten als Kraftfahrzeuge und brauchen eine Zulassung sowie Versicherungskennzeichen.

Welche Unterlagen brauche ich für die Gewerbeanmeldung?

Nur wenige: Personalausweis oder Reisepass sowie das Anmeldeformular des Gewerbeamts. Alle Details findest du auf der Seite zu den Unterlagen für den Gewerbeschein. Bei Nicht-EU-Bürgern ist zusätzlich ein gültiger Aufenthaltstitel mit Arbeitserlaubnis erforderlich.

Wie viel kann ich als Fahrradkurier verdienen?

Die Einnahmen variieren stark je nach Stadt, Plattform und Stundenzahl. Hauptberufliche Kuriere mit eigenem Unternehmen und B2B-Kunden können deutlich mehr verdienen als plattformbasierte Gelegenheitskuriere. Als Anhaltspunkt: Plattformen zahlen oft zwischen 10 und 18 Euro pro Stunde; eigene Kunden können profitabler sein.

Was kostet die Gewerbeanmeldung insgesamt?

Die Anmeldegebühr liegt bei 20 bis 60 Euro – und das ist für viele Fahrradkuriere die einzige behördliche Gebühr. Keine Handwerkskarte, keine Güterkraftverkehrserlaubnis. Auf der Seite zu den Kosten des Gewerbescheins findest du alle Gebühren auf einen Blick.

💡 Gewerbe bequem von Zuhause anmelden
Sparen Sie sich den Gang zum Amt — melden Sie Ihr Gewerbe in nur 10 Minuten online an.
Jetzt starten →
Gewerbe jetzt online anmelden
Einfach, schnell und ohne Wartezeit — starten Sie noch heute in die Selbstständigkeit.
Gewerbe in 10 Minuten online beantragen →
Über 100.000 erfolgreiche Gewerbeanmeldungen
Gewerbe online beantragen →